Here is the prosperity article I wrote for the German Kundalini Yoga Journal, translated into German (about 1/2 of the article).
Novemberausgabe 2008
Wohlstand und der Wert des Gebens –
Yogi Bhajans Lehren umgesetzt
Von Dev Suroop Kaur Khalsa, New Mexico
Ich kann mich daran erinnern, wie sehr mich Yogi Bhajans Konzept des
Wohlstands am Anfang, als ich gerade seine Schülerin geworden war,
herausgefordert und an meine Grenzen gebracht hat. Für mich hatte es
immer mit finanziellem Wohlstand und Reichtum zu tun gehabt, ich
hatte die Vorstellung, wenn ich versuchen wollte, „wohlhabender“ zu
werden, dass es meine primäre Absicht sein müsste, Geld anzuhäufen,
damit ich mehr Besitz oder einen hohen Netto Wert hätte. Aber wenn ich
um mich schaute, wusste ich, dass finanzieller Wohlstand allein kein
bleibendes Glück und wirkliche Zufriedenheit bringen konnte. Nach
dieser Definition war „Wohlstand keine hohe Priorität für mich.
Yogi Bhajan hingegen benutzte für Wohlstand Begriffe, die viel
umfassender und weitreichender waren als alle meine Vorstellungen in
Bezug auf dieses Konzept. Für ihn war Wohlstand die vollständige
Verwirklichung des Glücks, der Erfüllung und des Sinns im Leben eines
Menschen. Er lehrte, dass der Schlüssel zum Wohlstand darin lag,
solche essentiellen Werte wie Charakter, Integrität und Nobilität zu
pflegen. Anstatt dem Erfolg und dem Glück hinterherzujagen, ging es in
erster Linie darum, still zu werden und auszustrahlen – damit alles zu
dir kommt, was du brauchst.
„Ein Mensch im Wohlstand zeichnet sich durch bestimmte Merkmale
aus. Für diesen Menschen ist Reichtum an sich nicht das eigentliche
Ziel. Der tritt sowieso ein. Ein Mensch im Wohlstand häuft nicht Fülle
an, sondern die Fülle der Fülle. Wie auch immer sich die Umstände
gestalten, ein Mensch im Wohlstand erschafft, erledigt und erfüllt. Er
bleibt gleichmütig und beständig trotz aller Widrigkeiten und
Belastungen. So ein Mensch wird niemals die Werte seines Charakters
oder seiner Identität aufs Spiel setzen, um einen kurzfristigen Gewinn zu
erzielen. Er wird sich immer an die Gegenwart und die Möglichkeiten des
Unendlichen in jedem Menschen erinnern. Er wird Ausdauer, Hingabe
und Achtsamkeit kultivieren. Für so einen Menschen ist Wohlstand so
natürlich wie der Atem, so unbegrenzt wie der Geist und so unmittelbar
wie dieser Moment.“ (Yogi Bhajan)*
Uns daran zu erinnern, dass wir zeitlose sind, Tod-lose Wesen sind, ist
ganz unmittelbar mit Wohlstand und der Erfüllung unserer Bestimmung
verbunden. Und doch erfährt jeder von uns in seinem Leben die
andauernde Herausforderung der Versuchungen und Anforderungen der
materiellen Welt und die Neigung des Verstandes und des Egos, uns in
die falsche Identifizierung mit Begrenzungen zu ziehen. Uns so in den
Griff zu bekommen, dass wir an jenen stillen Ort unserer eigenen
inneren Unendlichkeit gelangen – unserem „Sat Nam“ – erfordert Übung,
Unterweisung, Geduld und nicht nachlassende Bemühung.
Yogi Bhajan hat uns in zahllosen persönlichen Begegnungen, in einer
Vielfalt von Yoga Sets und Meditationen und in immer neuen
Vorlesungen herausgefordert, uns über unsere begrenzte Vorstellung von
uns selbst auszudehnen, über unsere eingeschränkte Wahrnehmung
unserer Fähigkeiten, damit wir lernen konnten, uns beständiger auf
unser unbegrenztes Selbst zu beziehen. Wir können diese Anweisungen
jeden Tag umsetzen, wenn es uns vergönnt ist, den kuscheligen Komfort
unserer Betten zu verlassen, um aufzustehen und am frühen Morgen zu
meditieren, oder wenn wir eine Meditation 40 Tage lang praktizieren –
und uns alle möglichen Gründe einfallen, aufzuhören, wir aber doch
weiter machen – oder wenn wir es schaffen, eine schwierige 62 Minuten
lange Tantra-Meditation durchzuhalten.
Während er noch lebte, konnten wir diese Vorstellung von Wohlstand bei
Yogi Bhajan auch in der persönlichen Beziehung zu seinen Schülern
beobachten. Wenn er z.B. wollte, dass ein Buch zu einem bestimmten
Thema geschrieben werden sollte, dann hat er diese Aufgabe jemandem
mit einem bestimmten Talent aufgetragen – von dem dieser Mensch
vielleicht nicht einmal wusste, dass er es besaß – und ihm eine sehr
kurze Zeit dafür eingeräumt. Es schien, dass das Buch nur noch der
Nebeneffekt der Bemühung war – in Wirklichkeit ging es darum, dass
dieser Mensch sich dadurch ausdehnte und wuchs. Wenn jemand
anderes z.B. musikalisch war, dann hat er ihm oder ihr aufgetragen, eine
Woche lang jeden Tag ein Lied zu schreiben – und ihm dieses Lied dann
jeden Abend vorzutragen. Oder er hat jemandem aufgetragen, ein
bestimmtes Lied aufzunehmen und ihm innerhalb von drei Tagen nach
Europa zu schicken. In dem Bemühen, diese Aufträge zu erfüllen, hat
jeder der Betroffenen sich vermutlich enorm angestrengt, aber sie sind
dabei weit über das hinaus gegangen, was sie sich hätten vorstellen
können zu erreichen. Sie sind dabei in einen sehr viel größeren
„Wohlstand“ hineingewachsen.
Sat Nam, Dev Suroop!
I ordered your Kundalini Beat dbl CD through Spirit Voyage and it arrived today! I totally love it, it’s ‘off da hook, love your voice, beat, I can’t wait to play for my yoga students. Rock On Sistah ♥
Blessings!